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Erstmals als Dozentin in Gütersloh - Frau Kammersängerin Dr. Grace Bumbry

Grace Bumbry und Gustav Kuhn bei der Pressekonferenz 2010

Als "schwarze Venus" gelang ihr 1961 der internationale Durchbruch in der Musikwelt. Damals debütierte Grace Bumbry bei den Bayreuther Festspielen als Venus in Wagners "Tannhäuser". Grace Bumbry, am 4. Januar 1937 in St. Louis (Missouri) geboren, stammt aus einfachen Verhältnissen. Die Mutter war Hausfrau und Lehrerin, der Vater Eisenbahnangestellter. Während ihrer Jugend sang sie im Kirchenchor und gewann bereits im Alter von 17 Jahren einen Radiowettbewerb. Als Preis erhielt sie ein Stipendium für einen Studienplatz an der Musikschule von St. Louis, doch die Schule weigerte sich, Grace Bumbry aufzunehmen. Schwarze Studenten waren unerwünscht.

Ein sensationeller Auftritt bei dem Arthur Godfrey Talent Scout Programm führte zu einem Stipendium an der Boston University und später an der Northwestern University in Evanston (Illinois). Dort traf sie die legendäre deutsche Sopranistin Lotte Lehmann, die sie einlud nach Santa Barbara zu kommen. Grace Bumbry wechselte zur Music Academy of the West und blieb dort bis 1959. Grace Bumbry gilt als bedeutendste Schülerin Lotte Lehmanns.

 

 

 

Grace Bumbry gab 1959 ihr Konzertdebüt in London, 1960 ihr Bühnendebüt in Basel. 1960 sang sie als erste farbige Sängerin an der Pariser Oper die Amneris in Verdis "Aida". 1961 engagierte sie Wieland Wagner als Venus in Wagners "Tannhäuser" für die Bayreuther Festspiele. Als "schwarze Venus von Bayreuth" löste sie einen nie dagewesenen Pressewirbel aus und wurde über Nacht zum Star. Es folgten Engagements mit den bedeutendsten Dirigenten an allen wichtigen Opernhäusern (u.a. Wiener Staatsoper, Covent Garden, MET) und Festivals (u.a. Salzburger Festspiele) der Welt. Erst kürzlich feierte sie einen weiteren Triumph als Monisha in Joplins "Treemonisha" am Pariser Châtelet. Grace Bumbry wurde 2009 von Barack Obama mit dem Kennedy Center Honors für ihre Lebensleistung ausgezeichnet. 

 
Bertelsmann-Stiftung